Aufgrund der Überredungskünste diverser Personen, haben wir Martin und ich, zugesagt einen Vortrag auf dem ICT - Agile Breakfast in St. Gallen zu halten. Wir werden vorstellen wie man auch in der Hardware Entwicklung Agil sein kann.
Wir freuen uns auf viele Teilnehmer und spannende Diskussionen.
Kann Scrum, als agile Methode, in der Hardware Entwicklung funktionieren? Wir arbeiten mit scrum an einem interdisziplinären Hardware Projekt welches Mechanik, Software und Elektronik beinhaltet. Wir verwenden das agile Vorgehen für alle Projektschritte: Grobkonzept, Detailkonzept, Inbetriebnahme, Qualifizierung, Startup beim Kunden, Entwicklung der Releases für die Seriemaschinen.
Mittwoch, 19. November 2014
Donnerstag, 9. Oktober 2014
Dienstag, 7. Oktober 2014
not NO = YES
Klingt so einfach Bedarf aber einer Umstellung der Denkeweise die wir Jahre gelernt haben.
So ist viel mehr YES in den Projekten vorhanden. Das bringt Optimierungspotenzial, Handlungsspielraum, Freiheiten, ...
Danke an Andreas Scheerer für diesen Gedanken.
So ist viel mehr YES in den Projekten vorhanden. Das bringt Optimierungspotenzial, Handlungsspielraum, Freiheiten, ...
Danke an Andreas Scheerer für diesen Gedanken.
Freitag, 3. Oktober 2014
Agile Bodensee Konferenz 2014 #abkon
Es war spektakulär!
Danke an die Vortragenden und an die Organisation!
Ich hatte einen tollen Tag und habe viele neue Ideen und Erfahrungen mitgenommen. Auch konnte ich viel agilen spirit für den Projektalltag tanken.
Danke für den spannenden, abwechslungsreichen und erfrischenden Tag! Link Abkon
Dienstag, 30. September 2014
Projektende = Projektstart
Mein erstes agiles Projekt als scrum Master (oder doch PO?) neigt sich dem Ende zu.
Die letzten Monate haben wir damit verbracht unser Baby aus den Kinderschuhen zu heben. Inzwischen haben wir 8 jugendliche Maschinen ausgeliefert und weitere sind auf dem Weg dazu.
War das Projekt ein Erfolg - JA!
Und das in vielerlei Hinsicht. Der Kunde hat genau bekommen was er braucht, Vertrauen des Kunden gewonnen, sehr gute Qualität ab der 1. Maschine, Anlage in der Software Elektrik und Mechanik tief miteinander verwachsen sind, wenig Überstunden und viel Spass.
Haben wir alles richtig gemacht und waren bis in die Zehenspitzen agil - NEIN!
Wir haben vieles besser gemacht als in vorangegangen Projekten aber haben gleichzeitig auch gesehen das es immer noch Vieles gibt das besser gemacht werden könnte.
Werde ich das nächste Projekt wieder mit einer agilen Methode machen - JA.
Es wird auch eine Art scrum sein. Aber was genau ist scrum denn? Es geht uns vor allem um den "agilen spirit" das ist es, was ein erfolgreiches Team ausmacht.
Ich bin dankbar für die vielen Erfahrungen die wir im Team machen konnten. Manchmal war es ganz schön hart konsequent auf der agilen Linie zu bleiben aber meistens ist es uns gelungen.
Und ich freue mich schon heute auf unser neues Projekt.
Die letzten Monate haben wir damit verbracht unser Baby aus den Kinderschuhen zu heben. Inzwischen haben wir 8 jugendliche Maschinen ausgeliefert und weitere sind auf dem Weg dazu.
War das Projekt ein Erfolg - JA!
Und das in vielerlei Hinsicht. Der Kunde hat genau bekommen was er braucht, Vertrauen des Kunden gewonnen, sehr gute Qualität ab der 1. Maschine, Anlage in der Software Elektrik und Mechanik tief miteinander verwachsen sind, wenig Überstunden und viel Spass.
Haben wir alles richtig gemacht und waren bis in die Zehenspitzen agil - NEIN!
Wir haben vieles besser gemacht als in vorangegangen Projekten aber haben gleichzeitig auch gesehen das es immer noch Vieles gibt das besser gemacht werden könnte.
Werde ich das nächste Projekt wieder mit einer agilen Methode machen - JA.
Es wird auch eine Art scrum sein. Aber was genau ist scrum denn? Es geht uns vor allem um den "agilen spirit" das ist es, was ein erfolgreiches Team ausmacht.
Ich bin dankbar für die vielen Erfahrungen die wir im Team machen konnten. Manchmal war es ganz schön hart konsequent auf der agilen Linie zu bleiben aber meistens ist es uns gelungen.
Und ich freue mich schon heute auf unser neues Projekt.
Freitag, 11. April 2014
Find ich immer wieder gut...
„Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!”
oder…
·
Wir besorgen uns eine stärkere
Peitsche.
·
Wir sagen: „So haben wir das
Pferd schon immer geritten”.
·
Wir gründen einen Arbeitskreis,
um das Pferd zu analysieren.
·
Wir besuchen andere Orte, um
zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet.
·
Wir erhöhen die
Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde.
·
Wir bilden eine Task-Force, um
das Pferd wiederzubeleben.
·
Wir kaufen Leute von außerhalb
ein, die angeblich tote Pferde reiten können.
·
Wir schieben eine
Trainingseinheit ein um besser reiten zu können.
·
Wir stellen Vergleiche
unterschiedlicher toter Pferde an.
·
Wir ändern die Kriterien, die
besagen, dass ein Pferd tot ist.
·
Wir schirren mehrere tote
Pferde gemeinsam an, damit wir schneller werden.
·
Wir erklären: „Kein Pferd kann
so tot sein, das wir es nicht mehr reiten können.”
·
Wir machen eine Studie, um zu
sehen, ob es bessere oder billigere Pferde gibt.
·
Wir erklären, dass unser Pferd
besser, schneller und billiger tot ist als andere Pferde.
·
Wir bilden einen
Qualitätszirkel, um eine Verwendung von toten Pferden zu finden.
·
Wir richten eine unabhängige
Kostenstelle für tote Pferde ein.
·
Wir vergrößern den
Verantwortungsbereich für tote Pferde.
·
Wir entwickeln ein
Motivationsprogramm für tote Pferde.
·
Wir erstellen eine
Präsentation in der wir aufzeigen, was das Pferd könnte, wenn es noch leben
würde.
·
Wir strukturieren um damit ein
anderer Bereich das tote Pferd bekommt.
·
Wir senden jemandem das tote
Pferd als Geschenk. Geschenke darf man nicht zurücksenden.
Freitag, 14. Februar 2014
User Storys in der Hardware Entwicklung
Wir verwenden User Storys aber nicht ausschließlich. User Storys
bekommen im planning oft sehr viele Story Points – meist mehr als in einem Sprint erledigt
werden kann. Also werden die meisten in kleinere Storys geteilt.
Beispiel:
Story mit der Nr.1
Story:
Pattern: Als <Rolle> will/kann ich
<Ziel erreichen> damit/so dass ich <Begründung>. (von Ralf
Wirdemann)
Als CEO
will ich dem Kunden ein neues Maschinenkonzept vorstellen, damit wir
Technologieführer bleiben.
Umfang: (Der Umfang steht in Backlog und ist bei uns automatisch ein Teil der DOD)
- Grobe Kostenabschätzung
- Grobes Layout zur Bestimmung des Platzbedarfes
- ...
Jetzt hängt
es von der Schätzung ab ob wir diese Story teilen oder nicht. Wenn wir teilen
dann so das die Storys möglichst interdisziplinär bleiben.
Das heißt
wir teilen nicht auf in: Konzept elektrisch / Konzept mechanisch / Konzept
Software
Sondern
in: Konzept Abtransport / Konzept Bedienen/ Konzept … - somit sind immer
alle Disziplinen gemeinsam im Einsatz – die Qualität der Lösung ist besser.
Was ich bei
diesem Beispiel noch zeigen möchte ist das es sehr wichtig ist agiles Vorgehen
möglichst schon beim Projekt Startup zu verwenden, bevor es Lastenhefte,
Pflichtenhefte usw. gibt.
Wo kommen
die Anforderungen wie …eine Maschine für 1 Mio. Flaschen pro Stunde… her - könnte man sich fragen.
Diese
Sachen sind Teil der Vision. Marcello Leonardi von Namics. hat das auf
dem scrum breakfast in St. Gallen schön beschrieben.
Eine Vision setzt sich
zusammen aus:
- Produkt
Datenblatt (grobe Spezifikation des Produktes, 1Mio Flaschen pro Stunde…)
- Produkt
Schachtel (wie schaut das Ding aus? Jeder soll eine Idee davon haben wie die
Verpackung / Verschalung ausschauen könnte)
- Presse
Mitteilung (was hätte man gerne das über das Produkt geschrieben wird)
- Elevator
Pitch (kurzes Statement über die Positionierung des Produktes und die
Abgrenzung zum Mitbewerber)
Das Erstellen der Vision ist Arbeit des Teams! Der PO muss gut vorbereitet sein und dann gemeinsam mit dem Team die Vision erstellen.
Wieso? Es
ist essentiell das das Team die Vision versteht und dahinter steht damit die
Umsetzung auf die Vision ausgerichtet wird.
Neben den
User Storys haben wir viele ganz „normale“ Sachen die gemacht werden müssen um
die Vision zu erreichen. Wichtig ist das sie im selben Backlog stehen und somit
priorisiert sind. Die Priorisierung muss der PO mit dem Team abstimmen denn oft
sind Abhängigkeiten der Storys untereinander gegeben – egal wie intensiv man
versucht diese zu vermeiden. Das Team schreibt natürlich auch Storys und muss
dann dem PO die Begründung liefern wieso das gemacht werden sollte.
Das Thema
ist sehr weitläufig – man könnte eine Buch darüber schreiben wobei es nicht DIE
richtige Vorgehensweise gibt. Wichtig, und immer richtig, ist die Retrospektive.
Das Team, zu dem auch der
PO gehört, muss gemeinsam durch "inspect and adapt" herausfinden, welches der
beste individuelle Weg ist.
Montag, 10. Februar 2014
Was hatte die Einführung der agilen Methode für einen Einfluss auf die Firma?
Die Beantwortung dieser Leserfrage ist nicht ganz einfach weil die Antwort sehr subjektiv ist. Ich werde versuchen es anhand zweier Zeitpunkte festzumachen.
Anfangsfase:
Als wir angefangen haben mit scrum zu arbeiten hat es niemand tangiert. Es ist höchstens ein paar wenigen aufgefallen das wir so eine Wand voll mit Zetteln haben. Der ein oder andere ist dann auch mal stehen geblieben wenn wir mitten im Büro unser daily abgehalten haben, und hat sich gewundert was da abgeht. Ein paar wenige haben schüchtern gefragt was das soll.
Also wir waren eine Insel, und haben in einem kleine Team experimentiert, ob ein neuer Weg funktionieren kann.
Einfluss auf die Firma geht gegen Null.
Erste größere Veränderungen
Ich habe ein internes Stakeholder Meeting einberufen. Der CEO, die Abteilungsleiter der Entwicklungsabteilungen und auch Projektphasen spezifische Stakeholder waren vertreten.
In dieser Besprechung gibt es mehrere Punkte die wir jedes mal durchgehen. Dazu gehört:
- Backlog: Ergebnis des letzten sprint's; Was werden wir im nächsten sprint machen;
- Offene Punkte aus tangierenden (nicht agilen) Projekten
- Stand des machine burn down chart (ReleaseBurnDownChart); Bis wann ist mit welchen Ergebnissen zu rechnen. (siehe Bild)
Dadurch war das Projekt für jeden (Stakeholder) sehr viel transparenter als die vorangegangenen.
Einfluss: Diese Transparenz wurde plötzlich auch in anderen Projekten gewünscht. Deshalb wurden mehrere Projekt und Abteilungsleiter auf scrum Kurse geschickt.
Die Kurse geben einem gute Werkzeuge in die Hand. Wir arbeiten momentan daran geschickt Umgang mit ihnen zu werden. Und wie immer gibt es Naturtalente und welche die ein wenig Übung brauchen.
Um diese Übung gemeinsam zu bekommen habe wir angefangen das wir eine Gruppe von 3 wechselnden Personen zum monatlichen scrum breakfast in St.Gallen schicken. Diese organisieren dann ein internes Frühstück bei dem alle scrum "Jünger" teilnehmen. Es wird der Vortrag des breakfast's vorgestellt und anschliessend bei Kaffee und Gipfel diskutiert.
Ich kann das allen empfehlen eine übergreifende Diskussionsrunde, oder sogar Retrospektive, für die SM und PO abzuhalten. Speziell während der Einführung von scrum in mehreren Projekten und Abteilungen.
Anfangsfase:
Als wir angefangen haben mit scrum zu arbeiten hat es niemand tangiert. Es ist höchstens ein paar wenigen aufgefallen das wir so eine Wand voll mit Zetteln haben. Der ein oder andere ist dann auch mal stehen geblieben wenn wir mitten im Büro unser daily abgehalten haben, und hat sich gewundert was da abgeht. Ein paar wenige haben schüchtern gefragt was das soll.
Also wir waren eine Insel, und haben in einem kleine Team experimentiert, ob ein neuer Weg funktionieren kann.
Einfluss auf die Firma geht gegen Null.
Erste größere Veränderungen
Ich habe ein internes Stakeholder Meeting einberufen. Der CEO, die Abteilungsleiter der Entwicklungsabteilungen und auch Projektphasen spezifische Stakeholder waren vertreten.
In dieser Besprechung gibt es mehrere Punkte die wir jedes mal durchgehen. Dazu gehört:
- Backlog: Ergebnis des letzten sprint's; Was werden wir im nächsten sprint machen;
- Offene Punkte aus tangierenden (nicht agilen) Projekten
- Stand des machine burn down chart (ReleaseBurnDownChart); Bis wann ist mit welchen Ergebnissen zu rechnen. (siehe Bild)
Dadurch war das Projekt für jeden (Stakeholder) sehr viel transparenter als die vorangegangenen.
Einfluss: Diese Transparenz wurde plötzlich auch in anderen Projekten gewünscht. Deshalb wurden mehrere Projekt und Abteilungsleiter auf scrum Kurse geschickt.
Die Kurse geben einem gute Werkzeuge in die Hand. Wir arbeiten momentan daran geschickt Umgang mit ihnen zu werden. Und wie immer gibt es Naturtalente und welche die ein wenig Übung brauchen.
Um diese Übung gemeinsam zu bekommen habe wir angefangen das wir eine Gruppe von 3 wechselnden Personen zum monatlichen scrum breakfast in St.Gallen schicken. Diese organisieren dann ein internes Frühstück bei dem alle scrum "Jünger" teilnehmen. Es wird der Vortrag des breakfast's vorgestellt und anschliessend bei Kaffee und Gipfel diskutiert.
Ich kann das allen empfehlen eine übergreifende Diskussionsrunde, oder sogar Retrospektive, für die SM und PO abzuhalten. Speziell während der Einführung von scrum in mehreren Projekten und Abteilungen.
Montag, 13. Januar 2014
Agile Inbetriebnahme
Wie wickeln wir eine Inbetriebnahme ab? Sollen wir auf ursprüngliche Methoden zurückgreifen oder ziehen wir das agile Vorgehen durch?
Die Entscheidung war klar - agil hat bis jetzt gut funktioniert also wird es auch in der Inbetriebnahme Vorteile bringen. Diese Entscheidung war einfach zu treffen denn allen war klar, sollte es nicht gehen werden wir das in der Retro raus finden und ändern. Diese Einstellung hat uns schon oft geholfen etwas ohne langes Diskutieren zu probieren. Jeder im Team weiss das wenn eine Entscheidung getroffen wird, diese nicht automatisch Gültigkeit "für immer" hat, sondern wenn notwendig hinterfragt wird.
Um allen klar zu machen das wir es ernst meinen haben wir unser Scrum Board in die Montagehalle verlegt. Diese Entscheidung war gut und schlecht.
Schlecht waren die Störungen des daily scrums durch Lärm der angrenzende Produktions und Verladehalle.
Sehr positiv war das Entstehen des Team Gedankens. Durch die tägliche Abstimmung mit dem Montagepersonal konnten sehr viele Reibungsverluste vermieden werden. Im Prinzip haben wir ein daily scrum mit 2 Teams abgehalten.
Die Durchführung von 4 Wochen Sprints hat für die Montage nicht gut funktioniert deshalb haben wir für die Inbetriebnahme Arbeiten auf eine Art KANBAN umgestellt. Das Entwicklungsteam hat weiterhin mit 4 Wochen "gesprintet" allerdings haben wir uns 30% Zeit für die Betreuung der Montage reserviert.
Fazit
Eine Inbetriebnahme ist sehr gut auch agil möglich. Die Vorteile entstehen vor allem durch die Methoden wie daily scrum, Retrospektive und gemeinsame Planung. Die Sprints bzw. die Inkremente sind besser klein zu halten.
Die Entscheidung war klar - agil hat bis jetzt gut funktioniert also wird es auch in der Inbetriebnahme Vorteile bringen. Diese Entscheidung war einfach zu treffen denn allen war klar, sollte es nicht gehen werden wir das in der Retro raus finden und ändern. Diese Einstellung hat uns schon oft geholfen etwas ohne langes Diskutieren zu probieren. Jeder im Team weiss das wenn eine Entscheidung getroffen wird, diese nicht automatisch Gültigkeit "für immer" hat, sondern wenn notwendig hinterfragt wird.
Um allen klar zu machen das wir es ernst meinen haben wir unser Scrum Board in die Montagehalle verlegt. Diese Entscheidung war gut und schlecht.
Schlecht waren die Störungen des daily scrums durch Lärm der angrenzende Produktions und Verladehalle.
Sehr positiv war das Entstehen des Team Gedankens. Durch die tägliche Abstimmung mit dem Montagepersonal konnten sehr viele Reibungsverluste vermieden werden. Im Prinzip haben wir ein daily scrum mit 2 Teams abgehalten.
Die Durchführung von 4 Wochen Sprints hat für die Montage nicht gut funktioniert deshalb haben wir für die Inbetriebnahme Arbeiten auf eine Art KANBAN umgestellt. Das Entwicklungsteam hat weiterhin mit 4 Wochen "gesprintet" allerdings haben wir uns 30% Zeit für die Betreuung der Montage reserviert.
Fazit
Eine Inbetriebnahme ist sehr gut auch agil möglich. Die Vorteile entstehen vor allem durch die Methoden wie daily scrum, Retrospektive und gemeinsame Planung. Die Sprints bzw. die Inkremente sind besser klein zu halten.
Freitag, 29. November 2013
Pimp my poker cards
Irgendwann hat das ständige sortieren der Poker Karten genervt. So einfach ist besser:
Dienstag, 15. Oktober 2013
Retrospektive weglassen!
Was ist passiert?
Nachdem wir das Gefühl hatten das wir sehr gut unterwegs sind, und jetzt "nur noch" die Inbetriebnahme ansteht, haben wir die Retro "wegentschieden".
Wieso?
Wir dachten die Inbetriebnahme ist mehr oder weniger ein Bug fixen, welches nicht agil planbar ist. Deshalb haben wir mit dem Planning auch die Retro abgeschafft. Denn scrum ist nichts für die Inbetriebnahme Fase.
Ja jetzt beim Schreiben ist mir auch klar, dass es keine gute Idee war.
Schnell hat sich gezeigt das alle im Team nach einer Planung und nach einer Retro rufen. Es ging gar nicht um scrum ja oder nein sondern allein darum das wir nicht mehr so schnell und gut abgestimmt unterwegs waren wie zuvor. Und das war nicht befriedigend für alle Teammitglieder.
In der neuen Situation der Inbetriebnahme hatten wir eine Retrospektive dringender nötig denn je.
Nach zwei ausgefallenen Workshops haben wir dann eine NotRetro mit anschliessendem Planning durchgeführt.
Es zeigt sich, dass ein agil arbeitendes Team erkennt, dass es gut ist sich ständig zu verbessern. Und unzufrieden wird wenn das plötzlich nicht mehr geht.
Für mich ist das Ganze ein Zeichen das wir wirklich auf dem agilen Weg sind, denn sonst wären alle Team Mitglieder froh gewesen die "lästigen" scrum Meetings los zu sein anstatt zu rufen: "Wir hätten Bedarf und Potential uns zu verbessern lass uns eine Retro machen"
Nachdem wir das Gefühl hatten das wir sehr gut unterwegs sind, und jetzt "nur noch" die Inbetriebnahme ansteht, haben wir die Retro "wegentschieden".
Wieso?
Wir dachten die Inbetriebnahme ist mehr oder weniger ein Bug fixen, welches nicht agil planbar ist. Deshalb haben wir mit dem Planning auch die Retro abgeschafft. Denn scrum ist nichts für die Inbetriebnahme Fase.
Ja jetzt beim Schreiben ist mir auch klar, dass es keine gute Idee war.
Schnell hat sich gezeigt das alle im Team nach einer Planung und nach einer Retro rufen. Es ging gar nicht um scrum ja oder nein sondern allein darum das wir nicht mehr so schnell und gut abgestimmt unterwegs waren wie zuvor. Und das war nicht befriedigend für alle Teammitglieder.
In der neuen Situation der Inbetriebnahme hatten wir eine Retrospektive dringender nötig denn je.
Nach zwei ausgefallenen Workshops haben wir dann eine NotRetro mit anschliessendem Planning durchgeführt.
Es zeigt sich, dass ein agil arbeitendes Team erkennt, dass es gut ist sich ständig zu verbessern. Und unzufrieden wird wenn das plötzlich nicht mehr geht.
Für mich ist das Ganze ein Zeichen das wir wirklich auf dem agilen Weg sind, denn sonst wären alle Team Mitglieder froh gewesen die "lästigen" scrum Meetings los zu sein anstatt zu rufen: "Wir hätten Bedarf und Potential uns zu verbessern lass uns eine Retro machen"
Freitag, 27. September 2013
Agile Bodensee 2013 #abkon
DONE is better than PERFECT
Eine der vielen Aussagen die mir speziell geblieben ist. Die Agile Bodensee Konferenz war sehr spannend. Es tut gut zu hören das Andere mit ähnlichen Problemen kämpfen. Gleichzeitig erhält man viel Inspiration wie man jene Probleme angehen kann.
Was sehr deutlich wurde, obwohl es eigentlich logisch ist, ist das ein gutes Team hauptsächlich auf Vertrauen basiert.
"Die Bandbreite der Kommunikation steigt mit dem Vertrauen."
Amüsant fand ich das sich Maik Pfingsten als Exot auf der Veranstaltung bezeichnet hat weil er "Embedded Programmierer" war. Was bin dann ich?
Insgesamt eine sehr empfehlenswerte Veranstaltung für jeden der mit agile zu tun hat oder es evtl. haben wird.
Donnerstag, 26. September 2013
Herbst
So die Sommerpause ist vorbei. Ich war ein wenig faul über den Sommer. Nicht nur Zeitungen sondern auch mein Blog hat jetzt ein Sommerloch.
Dafür hab ich einen Backlog für meine nächsten Blogs:
- Agile Bodensee 2013 #abko
- Foto was aus viel Theorie für eine Hardware entstanden ist
- scrum während der Inbetriebnahme?
- scrum während der Qualifizierung der Maschine durch den Kunden?
- was passiert wenn man die Retro weglässt
- was passiert wenn man das Sprint planning weglässt.
Das sind die Themen die mich über den Sommer beschäftigt haben. Ich werde meine Erfahrungen dazu in nächster Zeit bloggen.
Dafür hab ich einen Backlog für meine nächsten Blogs:
- Agile Bodensee 2013 #abko
- Foto was aus viel Theorie für eine Hardware entstanden ist
- scrum während der Inbetriebnahme?
- scrum während der Qualifizierung der Maschine durch den Kunden?
- was passiert wenn man die Retro weglässt
- was passiert wenn man das Sprint planning weglässt.
Das sind die Themen die mich über den Sommer beschäftigt haben. Ich werde meine Erfahrungen dazu in nächster Zeit bloggen.
Freitag, 12. Juli 2013
Kontinuierliches Testen und Integrieren
Herr Vitalji, der eine
Diplomarbeit über das agile Entwicklungsvorgehen schreibt, hat sich mit 4
Fragen an mich gewandt. Die 3. davon ist:
Das kontinuierliche Integrieren und Testen der Produktinkremente hat in der agilen Entwicklung eine große Bedeutung. Wie sieht das Integrieren und Testen der Produktinkremente in der agilen Hardwareentwicklung aus?
Das Integrieren und Testen der Baugruppen, in den ersten Inkrementen, erfolgt in der virtuellen Welt. Sehr viele Punkte können wir mittels Berechnungen oder durch Reviews mit Experten testen. Auch das Integrieren mehreren Maschinekomponenten zueinander erfolgt virtuell. Zuerst wird Baugruppe A, dann Baugruppe B geplant. Das Integrieren von A zu B wird dann oft als eigene Story aufgesetzt.
Während der Konzepterstellung kommt es auch vor das gewisse Sachen nicht berechenbar sind oder die Berechnungen zeigen das es knapp ist. Dann wird vom Team oder vom PO vorgeschlagen ein Funktionsmuster der betreffenden Einheit zu bauen.
Später wenn reale Hardware vorhanden ist wird weiterhin "inspect and adapt" betrieben. Das heisst erkennen wir ein Teil der Maschine das nicht wie gewünscht funktioniert, oder besser wäre wenn es anders funktioniert, wird es ausgetauscht.
Ja das kann sehr viel Geld kosten aber es wird weiterhin nach Kosten - Nutzen entschieden ob etwas angepasst wird oder nicht. (nach ROI priorisierter Backlog)
Der Vorteil der agilen Methode liegt darin das wir einen höheren Reifegrad im Prototypen erreichen und dadurch weniger oft teure "real" Hardware austauschen müssen. Für die Projektkalkulation haben wir bis dato mit ca. 100% des Preises einer ganzen Maschine gerechnet was an Versuchsteilen und Ausschussbaugruppen anfällt. Bei der aktuellen Entwicklung werden wir nicht mal die 50% Marke erreichen.
Das kontinuierliche Integrieren und Testen der Produktinkremente hat in der agilen Entwicklung eine große Bedeutung. Wie sieht das Integrieren und Testen der Produktinkremente in der agilen Hardwareentwicklung aus?
Das Integrieren und Testen der Baugruppen, in den ersten Inkrementen, erfolgt in der virtuellen Welt. Sehr viele Punkte können wir mittels Berechnungen oder durch Reviews mit Experten testen. Auch das Integrieren mehreren Maschinekomponenten zueinander erfolgt virtuell. Zuerst wird Baugruppe A, dann Baugruppe B geplant. Das Integrieren von A zu B wird dann oft als eigene Story aufgesetzt.
Während der Konzepterstellung kommt es auch vor das gewisse Sachen nicht berechenbar sind oder die Berechnungen zeigen das es knapp ist. Dann wird vom Team oder vom PO vorgeschlagen ein Funktionsmuster der betreffenden Einheit zu bauen.
Später wenn reale Hardware vorhanden ist wird weiterhin "inspect and adapt" betrieben. Das heisst erkennen wir ein Teil der Maschine das nicht wie gewünscht funktioniert, oder besser wäre wenn es anders funktioniert, wird es ausgetauscht.
Ja das kann sehr viel Geld kosten aber es wird weiterhin nach Kosten - Nutzen entschieden ob etwas angepasst wird oder nicht. (nach ROI priorisierter Backlog)
Der Vorteil der agilen Methode liegt darin das wir einen höheren Reifegrad im Prototypen erreichen und dadurch weniger oft teure "real" Hardware austauschen müssen. Für die Projektkalkulation haben wir bis dato mit ca. 100% des Preises einer ganzen Maschine gerechnet was an Versuchsteilen und Ausschussbaugruppen anfällt. Bei der aktuellen Entwicklung werden wir nicht mal die 50% Marke erreichen.
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