Samstag, 14. Januar 2017

Leserfrage: Hardware nach ROI priorisieren?

Frage:
Inwieweit reicht es bei der Entwicklung von Hardware aus, Anforderungen nach ROI zu priorisieren, ohne deren Abhängigkeiten durch klassische Sequenzierungsmodelle wie z.B. Gantt- Charts abzubilden und zu planen?

ROI ist die Priorisierungsmethode für uns. Allerdings muss ROI richtig verstanden werden – vor allem das Return – für uns gehört da mehr dazu als nur Euro zB Kundenzufriedenheit welche sich zusammensetzt aus Personalbindung, Energieverbrauch, Umrüstzeit, und einigen anderen Punkten.
Du siehst für uns ist ROI nicht so „flach“ bewertet wie für manch andere.
Auch eine Form der Gantt Charts verwenden wir – es gibt Meilensteine zB wenn eine Produktion mit der neuen Maschine starten muss. Der Umfang bis zu diesen Meilensteinen ist veränderbar. Unter Umständen lassen wir gewisse Features weg, die für einen Produktionsstart nicht zwingend erforderlich sind – und haben dadurch mehr Zeit für die wirklich wichtigen Features.
Zwingend erforderlich dafür ist, dass der PO versteht, was der Kunde braucht – noch besser das Projektteam versteht es.
Gibt es keine Features die verschoben werden können müssen wir die Meilensteine verschieben. Eigentlich sind unsere Meilensteine im Release Burndown implementiert. Storys werden immer dem spätest möglichen Meilenstein zugeordnet. Somit haben wir ein dynamisches Gantt Chart im Release burn down. Um genau zu sein machen wir das nicht mehr sehr ausführlich da unser Kunde nicht mehr den Bedarf an Meilensteinen hat. Das kommt daher das wir permanent mit ihm abgestimmt sind und er jederzeit weiss wie der Projektstand ist und auch immer wieder nachsteuern und eingreifen kann.

Die Frage stammt von Steffen Berreth, er schreibt seine Bachelorarbeit über das Thema "Agiles Projektmanagement in der physischen Produktentwicklung"